Bambina05.20124supermini

Britischkurzhaarkatzen vom Haus am Ring

bei uns steht die Katze im Mittelpunkt                  seit 1994

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Fidelio Garten FuxyMerleGretchen
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Katze

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Für blinde Seelen
sind alle Katzen ähnlich,
für Katzenliebhaber ist jede Katze,
von Anbeginn an,
absolut einzigartig.

Jenny de Vries

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Warum die Blutgruppe ihrer Katze so wichtig ist?

Wie auch bei Menschen gibt es auch bei Katzen  Blutgruppenunverträglichkeiten. Was aber erst seit  relativ kurzer Zeit bekannt geworden ist. Allerdings haben die beiden  Systeme nicht viel  gemeinsam. Bei Katzen gibt es beispielsweise keine Rhesusfaktoren was  die Sache wahrscheinlich ein wenig leichter verständlich  macht.
Also es existieren bei Katzen drei verschiedene Blutgruppen A,B und  AB,  wobei AB die seltenste von den drei ist und rein gar nichts mit den  anderen beiden zu tun hat. Es ist eine komplett eigenständige  Blutgruppe nicht etwa eine Mischung aus beiden, wie irrtümlich  viele  denken, man hätte sie eben so gut „C“ nennen können. Was durchaus weniger Verwirrung
geschafft hätte, aber dies ist wohl auf die Wissenschaftler „Auer“ und „Bell“ zurückzuführen.
Um die Vererbung der Blutgruppen zu verstehen geh ich erst einmal auf die Grundlagen der Genetik ein.
Fangen wir ganz am Anfang an. Bei allen Lebewesen auf dieser Erde,  existieren in jeder einzelnen Zelle jedes Gen zweifach als ein Chromosomenpaar.  Wenn sich zwei Katzen verpaaren findet eine Zellteilung statt und  das  männliche überbringt mit seiner Spermie einen einfachen  Chromosomenstrang an die Eizelle der Katze, wo ebenfalls ein einfacher Chromosomenstrang wartet. Beide Stränge verbinden sich mit einander  und somit erbt jedes Kitten die Hälfte der Merkmale von Vater wie auch Mutter.
Nachdem das alles passiert ist, fängt die Genetik erst mal  richtig an. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, entweder ein  Merkmal wird dominant vererbt (das heißt soviel wie sichtbar) oder  rezessiv  (verdeckt).
Die Blutgruppe A ist dominant über die anderen beiden Blutgruppen. Blutgruppe AB ist dominant gegenüber Blutgruppe  B. So nun gibt es noch die Sache mit der Reinerbigkeit (homozygot)  beziehungsweise Mischerbig (heterozygot). Wie gesagt bei zwei  Chromosomenpaaren wäre reinerbig  z.B. A/A und mischerbig wäre A/B  oder A/AB. Das heißt im zweiten Fall A/B würde die Katze Blutgruppe A haben, könnte mit dem entsprechendem Partner, der entweder Blutgruppe B hätte oder ebenfalls mischerbig wäre A/B durchaus Kitten mit  Blutgruppe B zeugen.
In den Nachfolgenden Vier Tabellen können sie sich die Vererbung der einzelnen Blutgruppen noch mal grafisch anschauen.
Übrigens liegt der Anteil von Blutgruppe B, bei British Kurzhaar  um die 25-50%. Dieser Prozentsatz ist von Rasse zu Rasse verschieden, die Rassen die  einen sehr geringen Prozentsatz der Blutgruppe B haben wie z.B. die  Norwegische Waldkatze, wo der Prozentsatz bei etwa 1-5% liegt, hat  natürlich auch nicht das Problem der Blutgruppenunverträglichkeit.
Bei der Blutgruppe AB gibt es leider noch keine statistische Erhebung der  verschiedenen Katzenrassen aber man kann soviel sagen dass, die  Blutgruppe AB nur bei Rassen vorkommt, in denen auch die Blutgruppe B  vorkommt.

Beispiele:

 Beide Katzen sind reinerbig für Blutgruppe A (A/A):

.

A

A

A

A/A

A/A

A

A/A

A/A

Alle Nachkommen sind ebenfalls reinerbig für Blutgruppe A (A/A).
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Jetzt nehmen wir eine Katze, die Blutgruppe A hat und mischerbig für  Blutgruppe B ist (A/b) und verpaaren mit einer Katze, die reinerbig  Blutgruppe A besitzt (A/A):

.

A

b

A

A/A

A/b

A

A/A

A/b

Wir haben nun bei der Hälfte der Nachkommen reinerbig Blutgruppe A (A/A)  und die andere Hälfte ist mischerbig Blutgruppe A Träger für B  (A/b).

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Nehmen wir nun zwei Tiere mit Blutgruppe A die mischerbig für Blutgruppe B sind (A/b):

.

A

b

A

A/A

A/b

b

A/b

b/b

Wir erhalten ein Ergebnis von 1-2-1. 25% der Nachkommen sind reinerbig  Blutgruppe A (A/A), 50% sind mischerbig Blutgruppe A (A/b) und 25% sind reinerbig Blutgruppe B (b/b), somit wäre auch geklärt  warum aus  einer A Verpaarung trotzdem Blutgruppe B rauskommen kann.
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So nun wird ein B (b/b)Kater mit einer A (A/A)Katze gepaart, beide  sind reinerbig:

.

b

b

A

A/b

A/b

A

A/b

A/b

Hier sind die Nachkommen uniform. Alle haben Blutgruppe A sind aber Träger  für Blutgruppe b (A/b).
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Verpaaren wir nun einen Kater mit Blutgruppe A mischerbig für b (A/b) mit einer Katze Blutgruppe b (b/b).

.

A

b

b

A/b

b/b

b

A/b

b/b

Hier hätten wir 50% der Nachkommen mit Blutgruppe A mischerbig für  b (A/b) und 50% Blutgruppe b (b/b).
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Nehmen wir nun einen A Kater mischerbig für Blutgruppe ab (A/ab) und paaren ihn mit einer Katze Blutgruppe b (b/b).

.

A

ab

b

A/b

ab/b

b

A/b

ab/b

An diesem Beispiel kann man sehr schön erkennen, weshalb viele Leute denken, dass aus einer A mit b Verpaarung ab Kitten fallen. Es liegt nicht daran, dass die Blutgruppen sich vermischen, sondern weil das  Elternteil, das Blutgruppe A besitzt, ein Trägertier für Blutgruppe  ab ist. Und die ist über Blutgruppe b dominant, daher haben wir ein  Ergebnis von 50% A, Träger für b und 50% Blutgruppe ab, ebenfalls  Träger für b.
 

Was passiert überhaupt bei einer Blutgruppenunverträglichkeit?

Die Kitten werden gesund geboren, da sie im Mutterleib vom Blutsystem der  Katze getrennt sind. Bei der  ersten Aufnahme der Muttermilch beginnt  erst das Problem der Blutgruppenunverträglichkeit. Die Kitten können  dann an einer neonatalen Isoerythrolyse Erkranken. Dies geschieht durch die Aufnahme des in der Muttermilch  enthaltene Kolostrum  was notwendig ist fürs Immunsystem des Kitten, denn damit werden  ebenfalls die Allo- und Iso-Antikörper aufgenommen, die über den  Verdauungstrakt, durch die Darmwände in den Blutkreislauf des  Jungtieres wandern. Diese Antikörper reagieren sehr heftig gegen den  Bluttyp des Neugeborenen. Angenommen die Mutterkatze hat B und das  Jungtier A, durch diese Reaktion verklumpen die roten Blutkörperchen  des Kitten.
Dadurch können eine Anmie (Blutarmut), eine  Ausscheidung von Eiweißen im Harn, die eine Farbveränderung bewirkt, eine Nierenerkrankung und noch weitere organische Schäden entstehen.  Bei einer Gerinnung in den Blutgefäßen wird zuerst eine  Stoffwechselstörung auftreten bis der gesamte Stoffwechsel lahm gelegt wird. Das Jungtier wird in diesem Fall langsam und qualvoll sterben.
Allerdings gibt es auch Fälle einer Risikoverpaarung wo unerklärlicherweise  keine Reaktionen oder nicht bei allen Jungtieren der Blutgruppe A Reaktionen diesen Ausmaßes auftreten. Vor allem gibt es bei  erstgebärenden selten Probleme. Es könne an einem niedrigeren Gehalt  an Antikörpern in der Muttermilch liegen oder eine weitere Erklärung  könnte eine weitere Entwicklung der Jungtiere  bzw. der Darmwände  sein, die dann nicht mehr so durchlässig wären. Es wurde auch  festgestellt das die gleichen Symptome der Unverträglichkeit einer B  Mutter mit AB Kitten auftreten wie  bei A Mutter und B Kitten.  Allerdings sind die Reaktionen dann nicht ganz so heftig. Leider gibt  es keine Sensiblisierung durch eine frühere  Trächtigkeit, durch eine  Bluttransfusion oder eine Impfung für  eine Immunreaktion, wie sie bei  anderen Spezies möglich ist.
 

Es gibt drei Krankheitsstufen der neonatalen Isoerythrolyse:

  1.  Die perakute:
    Dabei werden die Kitten gesund geboren und entwickeln
    sich auch normal, in den ersten Tagen sterben sie dann
    ganz unerwartet.
     

  2.  
  3. Die akute:
    Die Kitten nehmen in den ersten Tagen keine Nahrung
    Mehr auf, ihr Urin verfärbt sich rot-bräunlich und sie
    kümmern. Sie können an Anämie oder Gelbsucht
    erkranken und kümmern weiter bis sie innerhalb der
    ersten Lebenswoche sterben.
     

  4.  
  5. subklinische:
    Kitten entwickeln sich normal doch in der ersten oder
    zweiten Woche stirbt die Schwanzspitze ab oder wie
    ebenfalls nicht mehr sehr gut durchbluteten Ohren.
     

Was tun wenn schon eine Risikoverpaarung geschehen ist?

Am besten wäre es natürlich wenn man von vornherein auf die Blutgruppen seiner Zuchttiere achtet. Falls es aber doch dazu kommt sollte man  dringend darauf achten das die Kitten nicht wie üblich sofort die  erste Muttermilch trinken. Man sollte die Kitten die ersten 24-48  Stunden von Hand füttern und der Mutter solange vorenthalten, besser  noch eine Amme suchen mit entsprechender Bluttgruppe. Allerdings ist es empfehlenswert sich vorher beim Tierarzt einen Blutgruppenschnelltest  zu besorgen und mit Entnahme des Nabelschnurbluts von jedem einzelnen  Kitten durch zu führen. Somit braucht man nur die Kitten der  unverträglichen  Blutgruppe fernhalten. Sie können dann nach den 24-48 Stunden, wenn ihre Darmwände nicht mehr Durchlässig sind, wieder  zur Mutter.
Hat ein Neugeborenes doch schon getrunken und zeigt schon Anzeichen, von verfärbten Urins, hat es nur noch wenig Chancen. Das  Jungtier  wird in dem Fall sofort von der Mutter getrennt und ebenfalls  24-48 Stunden per Fläschchen oder Amme ernährt. Es gibt auch noch  die Möglichkeit der Bluttransfusion. Die ebenfalls eingesetzt  werden  kann um dem Jungtier das Leben zu retten.
Bei Operationen, Unfällen, Krankheiten usw. wo ebenfalls Transfusionen  nötig werden könnten,  ist es natürlich ebenso wichtig sich über die Blutgruppe seiner Katze zu informieren.
Den Bluttest können sie bei ihrem Tierarzt oder  Tierklinik in ihrer Nähe für ca. 40-50 €¬ machen lassen. Der Test  wird dann von ihrem Arzt in ein Labor geschickt und das Ergebnis  bekommen sie dann nach einigen Tagen zugeschickt.

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update 03.01.2018 © by marion schwich